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Bibernell-Rose

(Rosa spinosissima)

V — VI Home lichte Gebüsche, steinige Hänge
0,2 — 1 m indigen VU
Blüte
Synonyme: Rosa pimpinellifolia, Vielstachel-Rose. Nanophanerophyt, coll-mont. Die Blättchen sind einfach drüsenlos gesägt. Stamm und Äste haben verschiedenartige Stacheln. Die Kronblätter sind weiß. Die kugeligen Früchte werden mit der Reife schwarz (Lit). Die Art kommt in Österreich nur in den Bundesländern Niederösterreich, Wien und Burgenland vor. Sie ist beschränkt auf den Alpenostrand, den pannonischen Raum und die Böhmische Masse. In Oberösterreich und im nördlichen Alpenvorland ist sie ausgestorben (Lit). In Istrien ist sie nicht gefährdet, kommt aber nur zerstreut im Učka-Massiv und der Ćićarija vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Blüte, Blätter
 
 
Blätter, Stacheln
 
 
Stacheln
Aufnahmen: 19.06.2024 Učka
 
Rosa spinosissima
Der Strauch ist hier am Westhang der Učka ziemlich klein, maximal 20 cm hoch (kann aber 1m hoch werden). Hier kommt auch die Hängefrucht-Rose in unmittelbarer Nachbarschaft vor. Zur Blütezeit kann man sie nicht verwechseln, später sollte man auf die Blättchen sehen: Einfach oder zweifach gesägt.
 
Rosa spinosissima
Die Blättchen sind klein, eiförmig (hier schlecht erkennbar, weil sie wegen der herrschenden Trockenheit zusammengefaltet sind).
 
Rosa spinosissima
Stamm und Äste besitzen gerade, feste Stacheln (nicht gebogen). Auf frischen Trieben findet man zwischen den langen Stacheln (bis zu 1 cm) auch kürzere Borstenstacheln.
 
Rosa spinosissima
Die Blätter wechseln hier schon in die purpurrote Herbstfärbung. Die Früchte sind klein (Durchmesser meist weniger als 1 cm) und kugelig. Sie färben sich im Herbst schwarz. Aufnahmen: 31.07.2009 Učka
 
Frucht
 
 
Rosa spinosissima
In einer extrem trockenen und heißen zweiten Augusthälfte beginnt die Verfärbung der Früchte schon früher. Aufnahme: 25.08.2012 Učka
 
Rosa spinosissima
Aufnahme: 16.07.2017 Glenoory

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1885

"1436. R. pimpinellifolia Lam. (B. spinosissima L . sp. Bibernellblättrige R.)
Kleiner Strauch, 1 — 3' hoch, gedrungen buschig. Stacheln sämmtlich gerade, wagrecht oder abwärtsgerichtet, ungleichgross, nadelförmig und borstlich, manchmal auch drüsigborstlich, an den Wurzeltrieben immer dicht gedrungen, sehr stechend, bis 4''' lang, an den Stämmen und Aesten gedrungen, zerstreut, spärlich oder fehlend. Blätter 2 — 4paarig, seltener mehrpaariggefiedert. Blättchen klein, 6—9''' lang, rundlich, oval oder länglich, stumpf, doppelt- oder einfachgesägt, kahl, oberseits dunkelgrün, unterseits blasser oder bläulich. Nebenblätter lineal oder linealkeilig, an den blüthenständigen Blättern oft breiter. Blüthenstiele einzeln, meist deckblattlos, immer gerade. Kelchzipfel ganzrandig oder nur etwas fiederspaltig, zugespitzt, kürzer als die Kronblätter. Kronen 1—2" im Durchmesser meist weiss, ins Gelbliche ziehend, seltener rosenfarben, wohlriechend. Scheinfrüchte schwarz oder schwarzroth, eiförmig, kugelig oder plattkugelig, knorplichaufrecht, von den aufwärtsgerichteten oder zusammenschliessenden bleibenden Kelchzipfeln gekrönt. Die mittelständigen Fruchtknoten sehr kurzgestielt oder fast sitzend. Durch die von Stacheln und Nadeln starrenden Wurzeltriebe und Aeste, die auffallend kleinen Blättchen und die schwarzen Scheinfrüchte ausgezeichnet. Von allen Rosen die erste in der Blüthe.
Mai


Aendert ab:

  • α spinosa Neilr. (R. pimpinellifolia L. syst.) Blüthenstiele kahl, sonst an allen Zweigen mehr minder stachelig. Blüthen weiss oder gelblichweiss.
  • β spinosissima Neilr. (R. spinosissima L. syst. — R. ochroleuca Swartz.) Blüthenstiele feinstachelig oder borstlich, an allen Zweigen stachelig. Blüthen gelblichweiss.

Auf kalkreicher Unterlage hügeliger und bergiger Gegenden. Auf Traunalluvium der Haide, an der Traunleithen und am Rainberge bei Wels, Im Kriftnergraben bei Kremsmünster, im Schacherwalde, um Schlierbach, an Rainen bei Grugeldorf, Hermannsdorf, um Steyr, im Salzkammergute, in beiden Varietäten. Häufig auch in Gärten gepflanzt, mitunter mit rosenrother Blüthe und durchaus stacheligen Zweigen und Blüthenstielen (R. offinis Sternb.) oder mit gelblichweisser oder rosenrother Blüthe und fast wehrlosen Zweigen (R. mitissima Gmel.) und mit bis 6' hohem, schlankerem Wuchse."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, IV. Band (Seite 194), Linz 1885, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
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 Letzte Bearbeitung 19.08.2026

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